Erfahrungsbericht über eine Nilkreuzfahrt in Ägypten mit einem Badeurlaub am Roten Meer

Unsere Reise von Frankfurt nach Ägypten und Besichtigungen in Kairo, Assuan, im Tal der Könige, in Luxor und in Abu Simbel. Zum Abschluss ein Badeaufenthalt in Hurghada am Roten Meer.

   

Einige Vorbemerkungen zu Ägypten

  • Eine Reise dieser Art ist unter den heutigen politischen Bedingungen in Ägypten wohl nicht mehr möglich bzw. empfehlenswert.
  • Bei den besichtigten Sehenswürdigkeiten erspare ich mir größtenteils weitere Beschreibungen. Ich verlasse mich auf Ihre Vorstellungskraft, Ihre Kenntnisse und Ihre Wissbegierigkeit, indem Sie weitere Quellen kontaktieren oder die vorhandenen Links benutzen.
  • Unsere Reise fand im Mai statt, d.h., es war schon sehr heiß und ohne Klimaanlage in Gebäuden und in Fahrzeugen kommt kein deutscher Besucher in Ägypten aus.

   

Freitag 17.05.13, Flug nach Kairo

Mit einem Flugzeug der Egypt-Air kamen wir in den Abendstunden auf dem Flughafen in Kairo an. Dort wurden wir gleich von einem einheimischen Reiseführer in blütenweißer Kleidung empfangen. Nach dem Kauf des Visums und einem Geldumtausch war der Weg in ein bis uns dahin unbekanntes Land offen. Vor dem Flughafen wurden wir beide samt Gepäck in einen Kleinbus verfrachtet. Und dann ging die Fahrt los: Schnellstraßen mit Unter- und Überführungen und Sand, Sand, Sand…

Wir waren in einem 5-Sterne-Hotel untergebracht, das für uns aus 1001-Nacht entsprungen schien: Weitläufige Wandelhallen mit Blumenschmuck und Fontänen, 2- bis 3-stöckige Zimmerbereiche umgeben von Rasen und Blumenbeeten und mit einem Pool olympischen Ausmaßes. Unser Zimmer war sehr groß und wegen der Hitze mit Vorhängen immer abgedunkelt. Das Bad war selbstverständlich mit Marmor und ägyptischen Motiven ausgestattet.

 

    

Samstag 18.05.13, Pyramiden, Memphis, Sakkara

Am Vormittag war die Besichtigung der Pyramiden von Gizeh angesetzt. Da unsere Reisegruppe nur aus uns beiden bestand, hatten wir eine vorbildliche und äußerst intensive Betreuung. Diese bestand aus einer Ägypterin, die mit einem Deutschen verheiratet war und dem Fahrer eines Kleinbusses, der uns  vom Hotel abholte und überall sicher hinbrachte.

Nach einer etwa halbstündigen Fahrt gelangten wir zu den gewaltigen Pyramiden, die vor 4500 Jahren erbaut wurden. Aber hier muss ich gestehen, dass die Pharaonen Chefren, Cheops und Mykerinos einzigartige Weltwunder geschaffen haben, die jeder einmal in seinem Leben gesehen haben sollte. Die ganze Anlage samt weiteren kleinen, größtenteils verfallenen Pyramiden und die 20 Meter hohe Sphinx waren äußerst beeindruckend.

Kameltreiber und Andenkenhändler boten in einer für uns Europäer aufdringlichen Weise ihre Dienste an, die wir immer abwehren mussten. Damit die Besucher nicht allzu sehr belästigt werden, sorgt eine Touristenpolizei für Ordnung.

Wieder zurück in Kairo sahen wir in einer Papyrusfabrik, wie der Papyrus, das antike “Papier“, hergestellt wurde. Da die Fabrik auch einen Verkaufsraum hatte, erstanden wir ein paar schöne Stücke mit ägyptischer Beschriftung als Andenken.

Das Mittagessen nahmen wir in einem “ägyptischen“ Dorf ein. Das soll heißen, es war schon so eine Art Museum mit Darstellung verschiedener Handwerker, gepaart mit einem Bewirtungsbereich unter Schilfmatten. Hier gab es typische Gerichte, die auf Holzkohleöfchen auf den Tischen gegart wurden. Leider war ein Kamerateam zu Gange, so dass wir nicht alle Bereiche der an sich schönen Anlage besichtigen konnten.

Anschließend fuhren wir zur alten Hauptstadt Memphis. Hier besichtigten wir die riesige liegende Statue von Ramses II. und die Alabastersphinx. Auch hier war wieder die beeindruckende Steinmetzkunst der alten Ägypter zu bewundern.

In Sakkara sahen wir die Stufenpyramide des Pharaos Djoser, das älteste Bauwerk der Welt dieser Größe. Die Stufenpyramide ist der Vorläufer der “typischen“ Pyramide, sie ist heute noch beeindruckend hoch (62 Meter) und unterliegt einer dauernden Restaurierung.

Noch ein Wort zu den Pyramiden: Ursprünglich waren die Pyramiden in Ägypten Begräbnisstätten der Pharaonen, ihrer Frauen und ihres Hofstaates. Sie bestanden neben den eigentlichen Hauptpyramiden auch aus kleineren Pyramiden und vorgelagerten Tempeln im Grabbezirk, die den Zeremonien während der Trauerfeiern dienten. Die Tempelanlagen sind besonders in Sakkara noch gut erhalten.

Auf der Rückfahrt nach Kairo sahen wir noch einige Pyramiden in der Nähe der Straße – sozusagen am Wegesrand. Insgesamt gibt es in Ägypten etwa 80 Pyramiden in verschiedenen Bauarten und Zuständen+.

Der Verkehr an vielen Straßenkreuzungen ist für uns Europäer im wahrsten Sinn des Wortes chaotisch. PKW, Kleinbusse, LKW, Eselsgespanne, Motorräder und Fußgänger bilden für unsere Augen ein wildes Knäuel, das man textlich überhaupt nicht beschreiben kann. Aber trotz dieses Durcheinanders, in dem Ampeln nur als schmückendes Beiwerk dienen, läuft der Verkehr zwar stockend aber doch ohne Unfälle.

Man sagt, die PKW wären an den Seiten besonders sauber: Das käme davon, dass sich die Fußgänger und die PKW so nahe kommen, dass die weite Kleidung der Araber die PKW sauber wischen!

Oh Pardon, das falsche Pool-Bild!

Zurück im Hotel entspannten wir uns im über 3 Meter tiefen Hotelpool und brachten den Körper wieder auf Normaltemperatur.

Ein Fahrer mit Kleinbus holte uns am Abend ab zu der Licht- und Tonschau an den Pyramiden ab. Hier wurde auf bombastische Weise mit grellen Farben und lauten Tönen die Geschichte um die Pyramiden sicht- und erlebbar gemacht.

 

Sonntag 19.05.13, Kairo

Am Vormittag besichtigten wir das Ägyptische Museum in Kairo. Es ist das weltweit größte Museum für altägyptische Kunst und enthält Werke aus verschiedenen Epochen der altägyptischen Kulturgeschichte: Frühgeschichte, Altes Reich, Mittleres Reich, Neues Reich, sowie Griechisch-Römische Zeit. Hier befindet sich auch der überwältigende Grabschatz von Tut ench Amun.

Anmerkung: Das neue Ägyptische Museum mit ansprechenderer Präsentation der Artefakte wird derzeit in der Nähe der Pyramiden gebaut und soll 2017/2018 eröffnet werden.

Das (alte) Ägyptische Museum liegt am Al-Tahrir-Platz in der Innenstadt von Kairo, der kurz nach unserem Aufenthalt am 3. Juli 2013 Schauplatz von gewaltsamen Zusammenstößen wurde (Militärputsch von Asisi gegen Mursi).

Im weiteren Verlauf der Stadtrundfahrt besichtigten wir die spektakulären Bauwerke Alabaster Moschee des Mohammed Ali auf der Zitadelle sowie die Sultan Hassan Moschee. Wir konnten in beide Bauwerke eintreten, nachdem wir die Schuhe vor dem Eingang auszogen. Die Dame von uns beiden musste einen Hut aufsetzen und züchtig die Schultern bedecken. Bei der Besichtigung verrutschte das Schultertuch ein wenig, worauf eine aufmerksame Religionswächterin das Tuch schnell in eine weniger religionsfeindliche Position zupfte.

Als Abschluss der Stadtrundfahrt besuchten wir einen Bazar mit seinem lebendigen und farbenfrohen Ambiente. Dank unserer Tourbegleiterin hielten die Bazarhändler respektvoll Abstand und belästigten uns nicht mit ihren Verkaufsangeboten. In einem kleinen Café nahmen wir eine Erfrischung zu uns und wurden bald von Händlern umringt, die mit unserer Reiseführerin politische Themen diskutierten. Dabei half ich mit meinem Kugelschreiber aus, den die Händler zur Unterzeichnung einer Petition gegen den damaligen Staatspräsidenten Mursi benötigten.

Zum Abschluss des Tages standen ein Abendessen auf einem Restaurantschiff auf dem Nil mit zünftiger Bauchtanz- und Derwischvorführung auf dem Programm.

 

Montag 20.05.13, Luxor und Beginn der Nilkreuzfahrt

Um 7 Uhr war der Flug von Kairo nach Luxor angesetzt. Mittlerweile war ein deutsches Ehepaar zu uns gestoßen, mit dem wir nach dem Flug zum Nilkreuzfahrtschiff “Semiramis I“ gebracht wurden. Ab diesem Zeitpunkt befanden wir uns mit weiteren 40 Personen in einer gemeinsamen Reisegruppe. Nach dem Einchecken und dem Mittagessen legte das Schiff ab und wir fuhren den Nil aufwärts bis Edfu.

Langsam glitt die fruchtbare Uferlandschaft des Nil vorbei und wir genossen ein paar Musestunden nach den beiden ereignisreichen Tagen in Kairo: An Deck unter dem Sonnensegel oder im Pool, unter Deck in der Kühle der klimatisierten Kabine.

Abends an der Schleuse versuchten „fliegende“ Händler auf Booten oder von den Anlagen aus, den Touristen ihre Textilien zu verkaufen, indem sie diese zusammenknüllten und auf das Schiff warfen, was nicht immer so gelang. Zur Übernachtung gingen wir in Edfu vor Anker.

 

Dienstag 21.05.13, Auf dem Nil von Edfu über Kom Obo nach Assuan

Nachdem uns der Muezzin um 4 Uhr aus dem Schlaf gerissen hatte, holten uns Pferdekutschen um 8 Uhr am Schiff ab und wir besichtigten den Horus-Tempel in Edfu. Hier möchte ich auf eine Beschreibung verzichten und bei Interesse auf Wikipedia oder andere Quellen verweisen. Als mein persönlicher Eindruck nur so viel: Eine überwältigende und großartige Tempelanlage, die man gesehen haben sollte.

Nach der Weiterfahrt auf dem Nil erreichten wir abends Kom Obo und gelangten nach kurzem Fußweg zum Sobek-Tempel. Auch hier möchte ich auf eine Beschreibung verzichten und auf andere Quellen verweisen.

Am Abend legten wir in Assuan an und übernachteten dort.

 

Mittwoch 22.05.13, Assuan

Am heutigen Tag war ein volles Programm mit 5 Punkten angesagt.

Ein Reisebus brachte uns früh morgens zu einem antiken Steinbruch, in dem ein nur unvollständig aus dem Gestein geschlagene unvollendete Obelisk liegt. Er wäre bei Fertigstellung mit 41,75 Metern Höhe der größte Obelisk des Altertums gewesen. Risse im Material sollen zur Einstellung der Arbeiten geführt haben.

Weiter ging es zum alten Staudamm, der den Nil vor dem 1. Katarakt aufstaut. Von hier aus ist der Nil bis zur Mündung schiffbar. Um dem Nil seine gefährlichen Hochwasser zu nehmen, wurde in den 60-er Jahren ein weiterer Damm errichtet, der den Nil in einem riesigen Stausee aufstaut, der bis zur sudanesischen Grenze reicht. Im Rahmen dieser Stauung waren die Monumente von Abu Simbel gefährdet, die auf höherem Niveau wieder aufgebaut wurden.

Wieder in Assuan zurück, ging es per Boot zum Tempel von Philae. Den ursprünglichen Tempelanlagen erging es wie den Monumenten von Abu Simbel: Auch sie wurden an höherer Stelle aufgebaut, dieses Mal auf einer Insel im Nil. Nach der Besichtigung war es unserer Touristengruppe so heiß, dass wir faktisch in den Seilen hingen und auf die Boote zur Rückfahrt warteten.

Nach der erfrischenden Mittagspause begann der Nachmittag wieder mit einer Bootsfahrt auf dem Nil. Nun war der Botanische Garten auf der Kitchener-Insel angesagt. Die Nilinsel beheimatet tropische und subtropische Pflanzen Afrikas und Asiens, die hier parkartig angepflanzt sind. Unter schattenspendenden Bäumen, zwischen Bougainvillea, Oleander, Hibisken und Weihnachtssternen genossen wir einen erholsamen Aufenthalt. An den Ufern des Nils war schon wieder die Wüste mit Sand und Steinen zu sehen. Zwischen Nil und Wüste nur ein ganz schmaler grüner Streifen.

Mit dem Boot ging es weiter und am Mausoleum des Aga Khans vorbei. Hier stellte ich mit Entsetzen fest, dass ich meine Kamera nicht mehr hatte. Also hieß es für die ganze Gruppe kehrt machen und zur Insel zurückfahren. Dort hatte ein Händler meine Kamera entdeckt und verwahrt. Gegen ein ansehnliches Trinkgeld erhielt ich die Kamera zurück.

Die Bootsfahrt führte durch dichten Schilfbewuchs weiter bis zu einem nubischen Dorf am 1. Katarakt. Dort besichtigten wir eine Schule und lernten in einem Klassenraum einige arabische Zahlen. Anschließend erhielten wir in einem nubischen Haus einen Imbiss und erfrischende Getränke. Der Hausherr zeigte uns seine Haustiere: Krokodile! Ein kleines Krokodil nahm er aus dem Käfig heraus und ließ uns es anfassen.

 

Donnerstag 23.05.13, Abu Simbel

Der heutige Tag begann schon um 3:30 Uhr mit der Abfahrt nach Abu Simbel zu den Kolossalstatuen. Da es um diese Zeit noch kein warmes Frühstück gab, erhielten wir ein Frühstückspaket mit auf die Tour.

Im Konvoi von ca. 20 großen und kleinen Bussen sowie einigen PKW fuhren wir die 240 Kilometer nach Abu Simbel durch die Wüste. Wir beide saßen im ersten Bus in der zweiten Reihe hinter einem Polizeibeamten in Zivil. Als er seine Aktentasche öffnete, um das Frühstück herauszuholen, lugte eine Maschinenpistole hervor! Die Regierung war offensichtlich wegen der Anschläge auf Touristen besorgt und ergriff besondere Sicherheitsmaßnahmen.

Die Fahrt dauerte inklusive der Formierung des Konvois ca. 4 Stunden, so dass wir noch vor der Mittagshitze in Abu Simbel ankamen, das fast an der sudanesischen Grenze liegt.

Wikipedia: “Die Tempel von Abu Simbel, der große Tempel zum Ruhm Ramses II. und der kleine Hathor-Tempel zur Erinnerung an Nefertari, dessen Große königliche Gemahlin, stehen seit 1979 auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Sie erheben sich nach einer Versetzung in den 1960er Jahren heute auf einer Insel im Nassersee,…“.

Die Tempel wurden vor über 3200 Jahren erbaut und beinhalten beindruckende Statuen, Säulen und Reliefs hinter den Kolossalstatuen. An zwei Tagen im Jahr bescheint die aufgehende Sonne durch eine Öffnung drei der vier im Innern befindlichen Statuen. Die Statue des ganz links sitzenden Erdgottes, der mit dem Reich der Toten verbunden war, bleibt mit Ausnahme seiner linken Schulter außerhalb des Sonnenlichts.

Solchermaßen mit Informationen versorgt, suchten wir am Nilufer schattenspendende Bäume auf und verzehrten die Reste des mitgebrachten Frühstücks. Bevor es wieder in die Busse ging, hatten wir einen besonderen Parcours zu bewältigen: Andenken-, Schmuck- und Kleiderhändler belagerten uns rechts und links und boten herausfordernd ihre Waren an. Da half kein “Nein“ oder “Ich kaufe nichts“, nur vorbeigehen und die Händler vollständig ignorieren, d.h. kein Augenkontakt und immer schön in der Mitte gehen.

Um 13 Uhr waren wir wieder auf dem Schiff zurück und erholten uns beim Mittagessen. Nachmittags sollte noch eine Segelschifffahrt stattfinden, die aber mangels Wind auf dem Nil ins Wasser fiel, aber hinsichtlich des Verkaufserfolges dem mitfahrenden Händler etwas brachte.

Danach fuhr unser Nilschiff abends wieder nach Edfu zurück, wo wir festmachten und übernachteten.

 

Freitag 24.05.13, Luxor

Nachmittags legten wir in Luxor an und ließen uns im Konvoi von Pferdekutschen durch den Bazar und die Innenstadt kutschieren. Neben rein ägyptischen auch internationale Geschäfte wie Dior, Zara, Esprit und Levi`s. Der Tag klang in einem Kaffeehaus aus bei erfrischenden Getränken und Shisha. Im Bazar versuchten wir beim Kauf von Gewürzen zu handeln, was uns leidlich gelang. Man fühlt sich als Europäer immer übers Ohr gehauen.

 

Samstag 25.05.13 und Sonntag 26.05.13, Luxor

An diesen beiden Tagen absolvierten wir die folgenden Attraktionen. Ich zähle diese hier nur mit einer kurzen Beschreibung auf. Diese Sehenswürdigkeiten sind schon so interessant und vielversprechend, dass es sich lohnt, bei Wikipedia o. ä. zu googeln:

  • Tal der Könige:
    Das Tal der Könige – gelegen in der Nähe des altägyptischen Theben, heute etwa 5 km nordwestlich des Zentrums der oberägyptischen Stadt Luxor – war eine Nekropole im Alten Ägypten, in der bis heute 64 Gräber und Gruben aufgefunden wurden. Südlich davon liegt das Tal der Königinnen. Trotz jahrtausendelanger Aktivität von Grabräubern und Plünderern lieferte das Tal der Könige den Ägyptologen noch zahlreiche höchst wertvolle Grabungsfunde. Unter anderem wurde hier das weitgehend unversehrte Grab des Tut ench Amun entdeckt. Es dürfen nur wenige Gräber besichtigt werden und es herrscht absolutes Fotografierverbot.
  • Tempel der Hatschepsut:
    Der Totentempel der Hatschepsut ist der am besten erhaltene Tempel am Westufer des Nil in Theben. Auffällig ist seine eigenwillige Architektur vor einem Felsabbruch am Rande eines Talkessels. Der Tempel wurde bis in ptolemäische Zeit genutzt. In koptischer Zeit entstand auf dem Tempel ein Kloster, das bis ins 11. Jahrhundert genutzt und von verschiedenen Bischöfen besucht wurde.
  • Memnon-Kolosse:
    Vom Totentempel Amenophis’ III ist heute nur wenig erhalten. Die kolossalen Sitzfiguren des Königs, die Memnon-Kolosse, bilden die Wahrzeichen des thebanischen Westtals und sind das beliebteste Fotomotiv.
  • Karnaktempel:
    Die Karnak-Tempel liegen als größte Tempelanlage von Ägypten in Karnak nördlich von Luxor und direkt am östlichen Nilufer. Bis in die römische Kaiserzeit wurde die Tempelanlage immer wieder erweitert und umgebaut. Herausragend unter den Ruinen sind der Tempel des Amun-Re mit seinen insgesamt zehn Pylonen, deren größter ca. 113 Meter breit und ca. 15 Meter dick ist und eine geplante Höhe von ca. 45 Meter aufweist. Die Gesamtfläche des Tempels beträgt ca. 30 Hektar. Neben den Pylonen ist die große Säulenhalle besonders beeindruckend. In der Antike verband eine Allee, die beidseitig von 365 Sphingen gesäumt war, den Amun-Tempel mit dem ca. 2,5 km entfernten Luxor-Tempel.

Wenn in diesem Bericht die riesigen, beeindruckenden und wirklich sehenswerten antiken Bauwerke nur sehr mager beschrieben sind, soll dies keineswegs ihre Bedeutung schmälern. Aber im Rahmen einer Reisebeschreibung ist naturgemäß kein Platz für detaillierte Darstellungen. Ich bitte dies zu berücksichtigen.

 

Montag 27.05.13, Fahrt Luxor nach Hurghada

Am Morgen schifften wir aus und die ganze Gruppe wurde in Kleinbussen nach Hurghada ans Rote Meer gefahren. Nach einer 5-stündigen Fahrt im vollbeladenen Kleinbus gelangten wir durch Wüsten und Gebirgsgegenden zum Badeort Hurghada. Hier wurde die Gruppe auf verschiedene Hotels aufgeteilt. Für uns war ein 4 Sterne-Hotel vorgesehen. Das Mittagsbüffet war für uns so abstoßend, so dass wir uns weigerten, einzuchecken und ein Zimmer zu beziehen. So saßen wir im Foyer und warteten, bis wir nach mehreren Telefonaten zu einem 5 Sterne-Hotel gefahren wurden.

Nachdem wir in Kairo in einem 5 Sterne-Hotel untergebracht waren, zahlten wir den Preis auf für ein Quentchen mehr Komfort in Hurghada. Nach 3 Stunden des Wartens wurden wir zum 5 Sterne Sunrise Resort gebracht, das uns gleich sehr viel besser gefiel. Ein Verantwortlicher des Reisebüros gab uns eine Reduktion auf eine Schiffstour im Roten Meer für den übernächsten Tag.

Beim Abendessen wurden wir – möglicherweise wegen der Unannehmlichkeiten – vom Chefkoch befragt, der unsere Wünsche entgegennahm und uns ein Gericht mit ägyptischen Köstlichkeiten kredenzte. Das war sehr aufmerksam von der Hotel- bzw. der Reiseleitung!

 

Dienstag 28.05.13 bis Samstag 01.06.13, Hurghada

Nach den anfänglichen Querelen des Umzugs gestaltete sich der Aufenthalt am Roten Meer im 5 Sterne-Hotel sehr angenehm: All-Inclusive mit alkoholfreien Getränken. Eben, wie man sich einen Badeaufenthalt am Meer vorstellt: Baden im Meer und im Süßwasserpool, Liegestuhl mit Sonnenschirm, Vollpension, kleine Bummel am Boulevard und in der Stadt. Dabei übten wir uns nochmals im Handeln und hatten mehr Erfolg. Aber von der Qualität der gekauften Gewürze war ich nicht überzeugt.

Am Mittwoch (29.05) holte uns ein Kleinbus ab und brachte uns zum Hafen. Dort bestiegen wir ein Ausflugsschiff, das im Kiel Fenster hatte, so dass man wie in einem U-Boot hinausschauen konnte. Draußen sahen wir wundervolle Korallenriffe mit bunten flitzenden Fischen dazwischen. Anschließend war ein Schwimmen im Roten Meer angesagt. Ich bekam eine Schwimmweste verpasst und konnte mich so richtig schön im warmen Wasser treiben lassen.

 

Samstag 01.06.13, Rückflug von Ägypten nach Frankfurt

Sehr früh am Morgen traten wir den Rückflug von Hurghada nach Kairo an und trafen dort alle die Teilnehmer unserer Reisegruppe, die in anderen Hotels untergebracht waren. An der Passkontrolle nahmen wir zum ersten Mal bewusst vollverschleierte Frauen wahr. Die Dame an der Kontrolle machte eine kurze Handbewegung nach oben und die Vollverschleierte lüftete kurz ihre Verkleidung und ließ einen kurzen Kontrollblick auf ihr Gesicht zu.

Nach einer kurzen Wartezeit konnten wir nach Frankfurt starten und kamen dort am Nachmittag an.

Fazit: Ägypten ist eine Reise wert, es bietet Geschichte und Monumente im Überfluss, aber es ist auch ein Dorado für Strandurlauber und Taucher.