Unsere Reise mit der AIDAprima im März 2017 von Hamburg nach Southampton, über Calais, Zeebrügge und Rotterdam nach Hamburg zurück.

Donnerstag 16.03.17, Fahrt nach Hamburg

Abfahrt von Mannheim Hauptbahnhof um 11:16 Uhr mit dem ICE nach Hamburg, geplante Ankunft dort um 15:35Uhr. Wir hatten Abteilplätze gebucht und 2 junge Männer hievten unsere schweren Koffer auf die Gepäckablage. Gleich nach der Abfahrt überfiel uns der Hunger und wir packten das Brot aus, das wir im Hbf in Mannheim erstanden hatten. Dazu gab es Stangensellerie und Äpfel, die wir von zu Hause mitgebracht hatten. Wir wollten vor der Kreuzfahrt mit dem Essen etwas kürzer treten, da wir davon ausgingen, dass es auf der AIDAprima viele leckere Speisen geben würde, die zu Gewichtspfunden umgewandelt würden.

Nach der fast pünktlichen Ankunft in Hamburg bezogen wir gleich in der Nähe des Hauptbahnhofs ein Hotel und verzehrten einen weiteren Imbiss, um für den Abend gerüstet zu sein. Im Bahnhof bei der HVV erstanden wir dann 2 Tagesfahrkarten für den Donnerstag und Freitag. Die sehr freundliche Dame erklärte uns genau, welche U-Bahnlinie wir zum Winterhuder Fährhaus nehmen sollten. Da noch etwas Zeit war, bummelten wir über die Mönkebergstraße mir ihren Geschäften. Hier, wie auch am Hauptbahnhof wimmelte es von Menschen.

Eine halbe Stunde später fuhren wir mit der U-Bahn zum Winterhuder Fährhaus, wo wir uns eine Komödie anschauen wollten. Im Theater angekommen, genossen wir zunächst mal die Atmosphäre: Gut gelaunte und –gekleidete Menschen warteten im Foyer auf den Beginn der Vorstellung, gaben ihre Garderobe ab und tranken Sekt, Bier und Säfte.

Auf der Bühne ging es in „Aufguss“ um Verwirrspiele und Verwechslungen mit dem Thema „Spenden“ (hier möchte ich nicht weiter in die Tiefe gehen, um die Spannung zu erhalten!). Hugo Egon Balder, Jeanette Biedermann und Kollegen führten mit ihrer Kunst das Publikum von Lacher zu Lacher. Nach der Vorstellung blieben wir bei den letzten Besuchern im Foyer und sahen zu, wie sich Herr Balder von Bekannten und Fans verabschiedete (sein ganzes Gepäck war eine Plastiktüte!). Auf der Rückfahrt mit der U-Bahn besuchten wir noch kurz den Jungfernstieg und bummelten am Rathaus vorbei zum Hotel zurück.

Freitag 17.03.17, Hamburg –  Elbphilharmonie (Elfi)

Nach dem ausgezeichneten und umfangreichen Frühstück trennten sich unsere Wege: Der weibliche Teil machte einen Einkaufsbummel und der männliche Teil fuhr an die Landungsbrücken und besuchte dann die neue Elbphilharmonie. Dies ist schon ein außergewöhnliches Bauwerk mit 2 Konzertsälen, Luxushotel und einer Aussichtsterrasse in etwa 25 Metern Höhe.

Dort hatte man eine schöne Aussicht über die Elbe mit dem Schiffsverkehr und die Hamburger Silhouette. Leider pfiff der Wind recht stark, so dass man wünschte, man hätte eine Wollmütze mitgenommen.

Nachmittags trafen wir uns mit einer Hamburger Bekannten in einem Wiener Kaffeehaus im Levantehaus. Dort gab es kleine Speisen, viele typische und ausgefallene Kaffeespezialitäten und leckere Torten, die wir genüsslich verzehrten.

Samstag 18.03.17, Einchecken auf der AIDAprima und Abfahrt

Heute war der Tag der Einschiffung. Nach dem Frühstück packten wir unsere Koffer, befestigten die Banderolen mit unserer Kabinennummer an den Koffern und rollerten sie 300 Meter über viele Unebenheiten an den Bahnhof. Dort erwarteten uns Mitarbeiter der AIDA-Crew, die unsere Koffer entgegennahmen und in kleinere Lastwagen verstauten. Auch für eine Extratasche gab uns die freundliche Dame noch eine Banderole, so dass sich unser Handgepäck ziemlich reduzierte. Eine weitere Formalie war hier noch zu erledigen: Für die Gesundheitserklärung erhielten wir schon ein Formular, das wir später beim Einchecken ausgefüllt abgeben mussten.

Nachdem wir unser Gepäck zu treuen Händen übergeben hatten, gingen wir ins Hotel zurück und checkten aus. Im gegenüberliegenden Busbahnhof „ZOB“ standen Busse für den Transfer der Passagiere zur AIDAprima bereit. Nach einer etwa 20-minütigen Busfahrt gelangten wir zum Kreuzfahrtterminal „Steinwerder“ auf der südlichen Elbeseite.

Im neuen Terminal herrschte schon ein starker Betrieb, denn 3000 Passagiere wollten erst mal eingecheckt werden. Da aber diese glücklicherweise nicht auf einmal erscheinen, bestand die Warteschlange vor uns aus ca. 200 Menschen. Das Einchecken war in zwei Abschnitte geteilt: An runden Stehtischen kontrollierte ein junger Mann zunächst unsere Papiere und knipste uns mit dem Handy. An der folgenden Station erhielten wir dann die Bordkarte. Unsere Wartezeit war mit insgesamt etwa 40 Minuten nur mäßig lang bemessen, so dass wir nach Erhalt der Bordkarte die AIDAprima entern durften.

Da wir schon relativ früh auf das Schiff gingen, waren noch nicht alle Kabinen bezugsbereit. Wir stellten unser Handgepäck in unsere (offene) Kabine und hatten nun die Hände frei. Danach setzten wir uns ins Theatrium, wo eine Truppe von jungen Leuten den abendlichen Auftritt einstudierte. Danach aßen wir im Bella Donna zu Mittag. Der Nachmittag und der frühe Abend verging mit dem Auspacken der Koffer auf der Kabine und einem ausführlichen Schiffsrundgang mit vielen Eindrücken und entsprechenden Fotos.

Vor dem Auslaufen fand die obligatorische Seenotrettungsübung statt: Mit übergezogenen Rettungswesten versammelten wir uns im Theatrium und konnten uns in der Wärme hinsetzen, während die Passagiere der anderen Musterstationen auf den offenen Decks in der Kälte stehen mussten. Danach waren alle Formalien erfüllt und die AIDAprima durfte auslaufen.

Hinter den großen Scheiben des Theatriums vor dem Wind geschützt, verfolgten wir in der Abenddämmerung das Auslaufen der AIDAprima bis etwa nach Blankenese. Ein Schubser-Boot begleitete uns die ganze Zeit, bereit, beim Manövrieren der AIDA zu assistieren. Doch die heutigen Kreuzfahrtschiffe sind sehr manövrierfähig, so dass dessen Hilfe nicht in Anspruch genommen werden musste.

Danach war es Zeit, zum Abendessen zu gehen. Schon von zu Hause aus hatte ich das Restaurant Casa Nova um 20 Uhr gebucht. Dies ist eines der Bedienrestaurants, in dem das Essen inklusive ist. In einem Ambiente mit venezianischem Flair ließen wir uns das Dinner schmecken: Amuse-Gueule, Caprese, Minestrone, Venusmuschelsuppe, Kabeljau auf venezianische Art, Ravioli mit 5 Käsefüllungen, Kopfsalat mit Thunfisch und Zwiebeln, Schokoladensalami.

Leider wurde der Genuss etwas gestört durch die Tatsache, dass wir nur heißes Wasser zum Essen bestellen wollten und uns dies verweigert wurde. Es hieß, es wäre üblich, Getränke zu bestellen, was wir aber nicht wollten.

Nach dem guten Essen war ein Sektempfang angesagt, an dem wir leider ohne Sekt, der ausgegangen war, teilnahmen. Die Musik auf der Bühne des Beachclubs war ganz schön laut, so dass wir den Sektempfang nach kurzer Zeit verließen und noch frische Luft auf Deck 14 schnappten. Da uns das Essen im Casa Nova nicht ganz satt machte, kehrten wir im Fuego ein und aßen noch ein paar Happen.

Hier die Features der AIDAprima in Kurzfassung:

  • größtes Schiff der AIDA-Flotte
  • Taufe 2016
  • Länge 300 Meter
  • Breite 38 Meter
  • Tiefgang 8 Meter
  • Dieselelektrischer Antrieb
  • Decks 1-18 (das Deck mit der Nummer 13 fehlt!)
  • Passagiere maximal 3200
  • Besatzung 900

Wer auf den anderen Schiffen der AIDA-Flotte schon gefahren ist, muss sich auf der AIDAprima schon etwas umgewöhnen. Nicht, dass dieses Schiff um einiges mehr an Passagieren aufnehmen kann, die neue Aufteilung ist nicht so, wie es die alten AIDAner gewohnt sind. Es gibt die folgenden “Features“:

  • Eislauffläche
  • Überdachter und nicht überdachter Badebereich
  • Riesenrutschen
  • Badeattraktionen für Kinder
  • Klettergarten
  • Minigolfanlage
  • Lanaikabinen mit Blick auf das Deck
  • Whirlpools auf dem Lanaideck
  • 2 Außenfahrstühle
  • Glasbodenbereiche auf Deck 15
  • Offenes Deck am Bug mit Titanic-Gefühl
  • Champagner-Bar

Diese Übersicht ist sicherlich nicht vollständig und gibt nur meinen persönlichen Eindruck wieder. Wenn Sie sich entschließen sollten, selbst mit der AIDAprima zu fahren, werden Ihnen bestimmt weitere Bereiche, die Sie von den anderen Schiffen der AIDA-Flotte nicht kennen, auffallen.

Was mir weniger gut gefallen hat, waren die offenen Restaurantbereiche, die teilweise als Korridore benutzt werden. Die Kuchenauswahl zum Nachmittagskaffee fällt sehr bescheiden aus. Zudem findet die Präsentation der Kuchen nur in 2 Barbereichen statt, in denen Barhocker den Zugriff erschweren.

Sonntag 19.03.17, Seetag auf der AIDAprima

Am ersten Seetag auf der Nordsee schliefen wir sehr lange. Das Frühstück im Fuego fiel etwas kleiner aus, da wir schon frühzeitig zum Mittagessen gehen wollten. Nach der Episode mit dem heißen Wasser im Casa Nova, wurden wir an der Rezeption vorstellig und der zuständige Offizier versicherte uns, dass wir in Zukunft in den beiden Restaurants keine Probleme mehr haben würden. Und richtig, im French Kiss beim Abendessen bekamen wir anstandslos warmes Wasser gebracht. Somit hat sich die Besatzung der AIDAprima äußerst offen, zuvorkommend und flexibel gezeigt. Ein großes Lob!

Da an einem Seetag nicht übermäßig viel passiert, gebe ich im Folgenden einen Überblick über die verschiedenen Restaurantmöglichkeiten der AIDAprima:

  • Buffet-Restaurants (Speisen und Getränke inklusive): Bella Donna, East, Fuego, Markt, Weite Welt.
  • Spezialitäten-Restaurants (mit Bedienung, Speisen inklusive): Brauhaus, Casa Nova, French Kiss.
  • A-La-Carte-Restaurants (mit Bedienung, Zuzahlung): Rossini, Buffalo Steak House, Sushi Bar, Kochstudio.
  • Snack-Bars (Bezahlung): Scharfe Ecke, Pier 3 Market, Tapas & Bar.
  • Bars und Cafés (Bezahlung): Spray Bar by Moet & Chandon, Magnum Pleasure Store; insgesamt gibt es ca. 12 Bars.

Für die Restaurants Casa Nova und French Kiss hatte ich für jedes Abendessen schon von zuhause aus Plätze reserviert.

Montag 20.03.17, Southampton

Heute konnten wir uns mit Frühstück Zeit lassen, denn wir hatten keinen Ausflug gebucht. Bevor es mit dem kostenlosen Shuttle-Bus in die Innenstadt ging, mussten alle von Bord gehenden Passagiere englischen Beamten ihren Pass oder Personalausweis vorzeigen (Großbritannien ist nicht im Schengen-Raum).

Zunächst war es etwas ungewohnt, auf der linken Straßenseite zu fahren, doch der einheimische Busfahrer schaffte das mühelos. Mit einem Stadtplan versehen, wurden wir vor dem Marine-/Titanic-Museum abgesetzt (die Titanic lief 1912 von Southampton aus).

Southampton ist eine Hafen- und Industriestadt im Süden Englands ohne große Attraktionen. Da wir keinen Ausflug gebucht hatten, besuchten wir die beiden großen Einkaufszentren in der Innenstadt und verschafften uns einen Überblick über das englische Angebot und die Preise auf der Insel. Zur Erholung gingen wir danach in einem Park spazieren und bewunderten die Blumenpracht, die hier schon voll zur Entfaltung kam.

Dienstag 21.03.17, Le Havre

Le Havre liegt unmittelbar an der Seinemündung in den Ärmelkanal und ist die zweitgrößte Hafenstadt Frankreichs. Da die Stadt im 2. Weltkrieg stark zerstört wurde, sieht man in der Innenstadt vorwiegend Bauten aus den 50-er Jahren.

Der Shuttle nach Le Havre hinein kostete zwar 4 Euro, doch er beinhaltete auch Fahrten mit dem öffentlichen Peronennahverkehr. Am Rathaus im Zentrum der Stadt setzte uns der Busfahrer ab und nach einer kurzen Orientierung entschlossen wir uns, mit der Straßenbahn zum Strand hinaus zu fahren.

Dort erwartete ein sehr breiter Kiesstrand mit Strandboulevard und einigen Restaurants. Lieder wehte der Wind recht stark (eine Wollmütze wäre auch hier angenehm gewesen), aber die strahlende Sonne hatte noch keine Kraft, es warm werden zu lassen. Auf der Straße hinter dem Strand nahmen wir den Bus und fuhren ca. 5 km zur Endstation an einem Leuchtturm. Dieser lag neben einem Bunker auf den steilen Klippen hoch über dem Strand. Ein Gleitschirmflieger nutzte die Aufwinde an der Steilküste und zeigte uns sein Können.

Nachdem wir die Steilküste und die darunter liegenden Kiesstrände gesehen und abfotografiert hatten, setzten wir uns in den Bus und wollten in das Zentrum wieder zurückfahren. Doch die Wärme im Bus (auch Müdigkeit und Faulheit) veranlasste uns, bis zur anderen Endstation im Bus zu bleiben und erst bei der Rückfahrt wieder im Zentrum auszusteigen. Doch diese Fahrt dauerte so lange, dass es schon wieder Zeit war, zum Schiff zurückzukehren. Der Blick zurück fiel auf das imposante Rathaus und den großen Rathausplatz mit den Wasserspielen.

Mittwoch 22.03.17, Zeebrügge/Brügge

Der Hafen Zeebrügge ist der drittgrößte Hafen in Belgien. Von hier aus hatten wir um 11 Uhr einen Transfer in die mittelalterliche Stadt Brügge gebucht. Am Hafen entlang, neben flachen, weiten Wiesen und über eine Schnellstraße gelangten wir nach einer halben Stunde zum Busparkplatz am Rand der Innenstadt von Brügge.

Dort erhielten wir einen Stadtplan und es wurde uns gesagt, dass wir uns hier um 15:30 Uhr zur Rückfahrt einfinden sollten. Doch jetzt hatten wir genügend Zeit, uns die wundervoll erhaltene Innenstadt anzuschauen.

Durch einen Park und an Kanälen entlang wanderten wir im Pulk mit anderen Besuchern zu den Attraktionen. In einer engen, kopfsteingepflasterten Straße befand sich ein Schokoladengeschäft neben dem anderen. Dies änderte sich auch in anderen Straßen wenig, so dass man glauben musste, Brügge lebt von der Schokolade. Tatsächlich ist Brügge berühmt für die Herstellung feiner Kreationen aus Schokolade.

Aber uns stand nicht der Sinn nach Süßem, sondern wir wollten einfach das Flair dieser Stadt genießen und mit vielen Besuchern durch die Stadt bummeln. Der Blumen- und Lebensmittelmarkt sowie die vielen Restaurants erweckten unsere Aufmerksamkeit. Auch die mittelalterlichen Häuser und die imposanten Gebäude wie z.B. Rathaus und Burg zogen uns in ihren Bann.

Dazu schien die Sonne aber der Wind blies noch recht kalt. Aber trotz interessanter Gebäude und Geschäfte mussten wir auf die Abfahrtszeit unseres Busses achten und gelangten über eine riesige Baustelle, die einen Platz verschönern sollte, durch einen Park an einem Kanal entlang zu unserem Treffpunkt. Hier kam uns ob der blühenden Blumen der Gedanke, dass es auch schon blühen würde, wenn wir wieder zuhause ankämen.

Donnerstag 23.03.17, Rotterdam

Die Stadt empfing uns ebenfalls mit Sonne und kaltem Wind. Da wir uns hier nur die Stadt anschauen wollten, brachte uns am Morgen der kostenlose Shuttlebus in das quirlige Zentrum der größten Hafenstadt Europas. Da die Stadt im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde, musste sie wieder neu aufgebaut werden. Das Konzept war, dass es kein Konzept gab, so dass die Stadt mit ihren individuell gestalteten Hochhäusern, großen freien Plätzen und Fußgängerzonen einen recht interessanten Eindruck macht.

Der Liegeplatz der AIDAprima liegt im Hafen neben unmittelbar benachbarten Hochhäusern mit Büros und Wohnungen. Über eine ganz nah gelegene Klappbrücke führt ein Hauptverkehrsstrom mit Autos und Straßenbahnen, der gestoppt wird, wenn die Brücke hochgeklappt wird, um ein Frachtschiff in einen inneren Bereich des großen Hafens fahren zu lassen.

In der Innenstadt befindet sich eine Markthalle, die wie ein riesiges, halbes Rohr gestaltet ist: Im Rohrmantel befinden sich unten Restaurants und oben Wohnungen. Im Inneren die aneinandergereihten Marktständen mit einer imposanten Fülle an Waren und Schnellrestaurants. Dabei Berge an Käsen, große Stände mit Obst, Gemüse, Nüssen, Wurstwaren, Oliven und wieder Käse. Dazwischen ein marokkanischer Stand mit allen Gewürzen des Orients, die angehäuft in einer Riesenauswahl präsentiert werden.

Neben dem Markt auf einem großen Platz ein Riesenrad und ein futuristischer Bau mit unterirdischem Bahnhof sowie oberirdischen Haltestellen der Straßenbahn. Daneben ein scheinbar aus Würfeln bestehendes Gebäude mit schiefen, um 45 Grad gekippten Wänden.

Da es in der Innenstadt von Rotterdam viele verkehrsberuhigte Zonen gibt, ist der Fahrradverkehr sehr ausgeprägt: Für die Fahrradfahrer sind eigene Spuren angelegt, so dass sich Fußgänger, wenn sie die Straße überqueren wollen, auch an den schnell vorbei brausenden Fahrradfahrern orientieren müssen.

Ein abendlicher Spaziergang am Kai entlang und über die Klappbrücke ergab noch schöne Fotos von der beleuchteten AIDAprima vor der Großstadtkulisse.

 

 

 

 

Freitag 24.03.17, Ausfahrt mit der AIDAprima aus Rotterdam und Seetag

Da um 8 Uhr das Auslaufen AIDAprima geplant war, hielten sich schon zu früher Stunde viele Passagiere auf den offenen Decks auf, um dabei zu sein, wie ein so großes Schiff den Weg über die Maas zur Nordsee zurücklegt. Die Passage dauerte über 2 Stunden und auf der recht breiten Maas (vergleichbar mit der Elbe unterhalb Hamburgs) zog die AIDAprima majestätisch an alle möglichen Hafen- und Industrieanlagen vorbei: Es werden hier Container, Öl, Metall und viele andere Güter verladen. Auch 2 riesige Ölplattformen liegen vor Anker.

Wie an der Elbe führt auch hier ein Autobahntunnel unter dem Fluss durch. In Hoek van Holland waren am Pier dann die Fährschiffe nach Harwich in England zu sehen. Ein langer breiter Sandstrand, der sich weit an der Nordsee erstreckt, hat hier den Anfang.

 

Samstag 25.03.17, Ankunft in Hamburg und Auschecken

Bevor wir an diesem Morgen aufwachten, hatten die AIDAprima schon am Kreuzfahrtterminal Steinwerder angelegt. Da unser ICE erst um 13:40 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof abfahren sollte, hatten wir genügend Zeit, gemütlich zu frühstücken. Danach räumten wir für die emsigen Putzkolonnen unsere Kabine und verbrachten die Zeit bis zur Abfahrt des Shuttlebusses im Theatrium. Hier beobachteten wir eine Besuchergruppe, die durch das Schiff geführt wurde. Inzwischen waren unsere Koffer, die wir am Abend vorher auf den Flur gestellt hatten, wohl im Kreuzfahrtterminal aufgestellt.

Der letzte Shuttlebus verließ um 11 Uhr das Terminal, so dass wir uns dann bald vom Schiff begeben sollten. Die Ordnung der ursprünglich in Reih und Glied aufgestellten Koffer war schon lange nicht mehr vorhanden. Doch wir fanden unsere Koffer relativ schnell, da sie wegen ihrer roten Farbe aus der Masse der übrigen Koffer herausstachen. Nun schnappten wir unsere Koffer und rollten sie zum bereitstehenden Shuttlebus, der uns nach ca. 20 minütiger Fahrt durch die Neubauten des Hamburger Hafens zum Hauptbahnhof brachte.

          Eine wunderschöne Kreuzfahrt mit der AIDAprima war zu Ende.